TVB 09 | Kona-Starter für den TvB 09 e.V. – Die Vorbereitung
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Kona-Starter für den TvB 09 e.V. – Die Vorbereitung

Kona-Starter für den TvB 09 e.V. – Die Vorbereitung

Trainingstagebuch von Thoralf

 

29.08.2018

 

Heute startete die heiße Phase Training für Hawaii mit 3,6km im Pool.

Komme ans Becken der Tiergarten-Halle, liegen meine FINIS schon da. Die Paddels hat sonst kaum jemand. Die Überraschung war perfekt, als Sekunden  später Totti alias „the Robbe“ auftauchte. Klar der hat die Dinger von mir…Freude, quatschen und frieren am Beckenrand. Nu aber los. Torsten O. musste nur noch ausschwimmen und ich hatte harte 3,6-3,8 auf dem Plan, programmiert von Trainer Marcel O.

Wie sich zeigen sollte, war das Frieren das Schlimmste bei gefühlten 23 Grad und das Schönste die heiße Dusche danach…offensichtlich habe ich mich schon gut an Hitze gewöhnt bei dem Berliner Sommer. Hoffentlich kann ich das bis zum 13. Oktober konservieren ;-).

 

30.08.2018

 

Wie die Bilder sich gleichen…

Heute standen 100flott auf dem Plan. Athleten von M.O. -berlinTRAINING wissen, was das bedeutet, für den Rest: 100km Rad TT im oberen GA1, ohne Rollpausen! -bei mir Rad-Lusche, FTP228W– mit ca.180W die hundert.

Zum Glück konnte ich Schatti zur Begleitung überreden. Den Regen am späten Nachmittag warteten wir im Basislager bei DF mit einem kurzen Powernapping ab. Doppelter Espresso, einen Riegel 80 prozentige (Dr. Feil lässt grüßen) und los zur Ostkrone.

 

Eigentlich wollten wir nur zwei mal hin und her fahren und dann weiter raus Richtung Flughafen. Es rollte gut und es war weniger Verkehr auf der Krone, ob des Wetters? Trotzdem waren einige Radfahrer (RR und Körbchen Räder) und Jogger unterwegs und boten Abwechslung. So entschied ich, ein besonderes Event aus der TE zu machen: 100 zügig auf der Ostkrone. Das bedeutete also 10x hin -mit Wind und gut 35kmh- und 10x gegen zurück. Schatti murrte etwas von langweilig und oller Luft neben der Autobahn, fügte sich aber und fand auch gefallen…

Bei mir wirkte der Espresso, ich kurbelte mit hoher Kadenz und ich fühlte mich richtig gut. Bis ca. 40km, dann wurde es zäh, erst im Kopf dann in den Beinen.

Nun, bei fünfzig gab auch noch Schatti auf – seine 90 Minuten Get To Workout vom R1-Parkfest vom Vortag machten sich schmerzhaft bemerkbar – und verabschiedete sich. Das tat auch mir weh! Wer was erreichen will…und auch noch für so ne Einheit bezahlt, der „nimmt“ und jammert nur leise 😉

Zur weitern Ablenkung tauchten ein paar Skater auf. Ich hörte davon, dass hier „Profis“ für den Berlin-Marathon trainieren und mit 40 Sachen in der Gruppe über den guten Asphalt brennen. Die heute waren zum Glück etwas langsamer, so dass sie mir keine Schmach bereiteten, indem sie mich auf mit der „TT-Maschine“ überholen. Schön war, dass wir nun zusammen auf der OK kreiselten und uns beim entgegenkommen anlächelten.

Herrlich waren die Sekunden Verschnaufpause bei den Wenden und der Widerhall meiner quietschenden Bremse unter der Brücke am Adlershofer Ende.

Die letzten beiden Runden wurden nochmal schwerer. Das Ziel zwar vor Augen baute ich im Kopf noch mal ab. Mit der aufkommenden Dämmerung hatte ich kurz das Gefühl bei einem 24h- Rennen zu sein, obwohl ich so etwas noch nie mitgemacht habe.

Nur die Beine konnten erstaunlicher Weise noch mal knapp 200W auflegen. Die machten den Endspurt offensichtlich allein. Wie im Trance auf dem Lenker liegend, die breite Krone vermessend fuhr ich schon ganz schöne Wellen.

Es sollte noch „besser“ werden. Auf dem letzten 5km – Abschnitt zurück von Adlershof wurde ich noch einmal richtig geprüft, es fing an zu gießen. Jedenfalls hast Du den Eindruck mit knapp 40 gegen den Regen, dass es nur so peitscht. Die beschlagene Brille tief auf die Nase gezogen, um halbwegs was zu sehen, im technischen Blindflug -das Aquaplaning auf dem Touchscreen gefiel dem Garmin gar nicht-, für die letzten Metern noch mal fast alles gebend den Hafen -ha ha wie passend- sicher mit dem Tretboot :)) erreicht. Und die Stop-TASTE am Garmin funktionierte zu mindest noch, hurra, das Daten-connect-Fest kann später gefeiert werden…

 

 

 

 

 

Zum Glück hatte ich mein Mobil um die Ecke geparkt. Samt Rad hinten rein in die enge Hütte und die nassen Sachen im knien vom gepeinigten Körper gefetzt. Parallel dazu den ersten Schluck Regeneration aus der Bio-Buttermilch-Pulle…da wurde ich etwas benommen. Die Nachwirkungen vom Wellenfahren auf der Krone, unterstützt vom Kopf hoch und runter wejen da Buttermilch, veranlassten mein Hirn, das Mobil schwanken zu lassen. Der Regen polterte munter auf dem Blechdach, ich kam mir vor wie ein Schiffbrüchiger unter Deck…

 

Man beachte den Temperaturverlauf 😉

 

 

Zu Hause angekommen nur noch in die heiße Wanne. Was für ein Genuss, wenn man richtig durchgefroren ist. 38 Grad und ordentlich basisches Salz von Jentschura  im Wasser, 90% Luftfeuchtigkeit, Perlen rennen von den Fliesen, was für ein Finale des Trainingstages zur Vorbereitung auf Hawaii. So viel zum Konservieren (siehe 29.08.2018)

 

 

(C) Thoralf V.