TVB 09 | Mein Saisonabschluss beim IRONMAN Italy Emilia Romagna
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Mein Saisonabschluss beim IRONMAN Italy Emilia Romagna

Mein Saisonabschluss beim IRONMAN Italy Emilia Romagna

Was tun nach Sub-9 und Hawaii? Anfang Juli saßen Marcel Obersteller (berlinTRAINING-sportsCOACHING) und ich in einem Café und er schlägt mir vor: „Lass uns volles Risiko beim Radfahren gehen, im besten Fall bist du nach 5:30 in den Laufschuhen“. Ich war sofort dabei – meine weiterhin eher schwächere Disziplin, das Radfahren, mal voll anzugreifen. Klar geht das mit viel Risiko einher, beim Laufen kann alles passieren, auch ist eine mögliche Hawaii-Quali eher unsicher. Andererseits, wenn ich wirklich früh in den Laufschuhen bin und dann noch einen guten Lauf-Tag erwische…
Vor Ort ein wenig Ernüchterung, die Radstrecke hat 185km, die Wechselzonen ewig lange. Zum Glück hatte ich AWA-Gold-Status, wir wurden bei den Profis platziert und ich musste mein Rad nur je 50m schieben, statt wie Andere bis zu 700m.

Also los, ab ins Wasser, nach 51min kam ich wieder raus, schnelle Schwimmstrecke.
Weiter auf meinem Oldtimer 😉, mal sehen was geht. Nach 40km war ich bereits AK Führender, nach 140km war ich sogar 2. Amateur. Den fiesen Anstieg mussten wir zwei mal fahren, aber das war ok, einfach 5min den Kopf ausschalten, hoch, dann im Kienle-Style, Kinn auf der Radflasche, wieder runter – Kopf wieder einschalten. Nach 150km wurde es doch schon langsam schwer, ich habe wohl die Strecke ein wenig unterschätzt, sie ist zwar hauptsächlich flach, aber der Wind war doch stärker als ich mir zu dem Zeitpunkt eingestanden habe und der Belag doch auch nicht ganz ohne. Ich konnte aber 160km lange alle anderen Amateure einsammeln (ohne dass ich das wusste), nur mit Lasse kam noch einer von hinten vorbei. Dieses Gefühl kannte ich vorher so nicht bei einer Langdistanz. Auch war die ganze Zeit hinter mir eine recht faire Gruppe, die sich aber nicht an der Arbeit beteiligen wollte, bzw. wohl nicht konnte, da einer nach dem anderen dann doch weggefallen ist.
Am Ende musste ich nur einem aus der Gruppe – leider auch aus meiner AK – den Vortritt lassen, ich musste wegen Krämpfen raus nehmen, bis 180km konnte ich noch ne 4:35 halten, dann kam aber nochmal 5km der Wind von vorne und ich war so richtig breit (4:45).
Mit Sorge bin ich auf die Laufstrecke, ich wusste leider nicht, dass ich nach dem Wechsel noch immer Top 5 Amateure und auf AK Platz 2 lag, das habe ich alles erst später erfahren. Definitiv eine Erkenntnis für mich: mit Platzierungswissen (wie z.B. in Frankfurt 2016 vielfach zugerufen), entsteht eine ganz eigene, zusätzliche Motivation. Nach 10km wurde das Tempo immer langsamer, der innere Kampf begann also doch schon sehr früh. Irgendwann konnte ich die Ausstiegsgedanken abhaken, mich einfach aufs Finish konzentrieren: Sprich, mit einem 5er Schnitt laufen, bei den Verpflegungen gehen und weiter laufen. In Runde 2 war dann auch mit Elli, Chris und Peter ein A3K Anfeuerungs-Team für Uwe (Gratulation nochmal!) an der Strecke, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, was für eine Überraschung. Die haben mir dann auch in der letzten Runde eine Einladung zur Pizza zugerufen – vielen Dank, die war sehr lecker 🙂
Ich konnte schlussendlich eine 9:13 ins Ziel retten (3:25 Marathon), zwar keine schlechte Zeit, nur wurde unser Risiko hier noch nicht belohnt, ich bin aber guter Dinge für das nächste Mal!

Der IM Italy ist eine sehr schöne Veranstaltung, top organisiert, kann ich nur sehr empfehlen. Ich durfte drumherum auch Leute aus aller Welt und aller Leistungsklassen kennenlernen und mich nochmal zum Essen einladen lassen – danke nach Dubai 😉

PS: Danke Christian für die Bilder!

 

(C) Dominik R.