TVB 09 | Sisu Winterduathlon, die ersten Cup-Punkte für den TVB ?!
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Sisu Winterduathlon, die ersten Cup-Punkte für den TVB ?!

Sisu Winterduathlon, die ersten Cup-Punkte für den TVB ?!

Hallo liebe Mitstreiter,
eine tolle familiäre Veranstaltung ist schon wieder Geschichte. 
Eine Dame und drei Herren haben uns auf der Klassik- Strecke vertreten, soweit ich das überblicke. 
Das Fragezeichen in der Überschrift seht für die Unsicherheit, ob die beiden Kameraden neben meiner Wenigkeit in zwischen Inhaber eines Startpasses sind. Ansonsten gingen wir trotz der guten Platzierungen leer aus.
Aber der Reihe nach:
Der Spät-Entschließer Thoralf hat kurz vor knapp Oli’s Startplatz geerbt und sich nach gerade überstandener Gürtelrose an den Start gewagt und am Abend zuvor das ca. 8km entfernte Basislager aufgesucht, um am Morgen gemütlich gleich per MTB anzureisen.Aus gemütlich wurde fröstelig. Die ganze Woche war es mild, aber am Sisu-Morgen war es bitter…Alle Wechselsachen und, und über das Wettkampfoutfit und los. Am Startort angekommen, Perlen auf der Stirn und Reif auf den dünnen leichten WK- SPD-Tretern.Startunterlagen, Oli sei Dank, schon auf meinen Namen abgeholt und nur noch die AK ergänzen lassen, kurz den Start des Shortis  verfolgt, eingecheckt und mit Einlaufen  begonnen. Ich konnte anstellen was ich wollte, die Zehen wurden nicht mehr warm. Selbst „Kopfstand“ in der Sonne hat nichts genützt.Neben der Kälte waren die Bedingungen optimal. So gut, dass man hätte mit dem Rennrad die festen Wege fahren können. Alle die eines hatten (ca.85 %) kamen deshalb mit Crosser. Ich hatte zwar mein MTB noch mit schmaleren schlauchlosen Decken getunt, aber gegen die Übermacht eines Crossrades, keine Chance. Oder doch?Den 5,5km Auftaktlauf versuchte ich mit angezogener Handbremse zu gestallten, fast wie in HH, um beim Rad nicht ganz baden zu gehen. Auf dem ersten Kilometer Kerstin und Frau Ungewickel um mich herum, das passt, dachte ich. Der Berg von gefühlten 800m und 15% war wie immer die erste Nagelprobe und beschleunigte den Puls zum ersten Mal an diesem Tag in den roten Bereich. Beim Hinabstürzen beruhigte sich der Kreislauf nur unwesentlich. Also die letzten Meter vor T1 noch mal Gas raus. Am Wechselplatz die Heizkissen aus den eingepackten Radschuhen geschüttet, rein und los, mit Helm natürlich.Nun hieß es wieder locker bleiben bis zum zweiten Mal Berg -nun per Rad-. Nach ca. 2,5km kommt die Harnadel- Kurve mit richtig Steigung und losem Sand drin als Ouvertüre für den Anstieg. Wenn du die verkackst, machst du hier Stehversuche und bist erledigt, bevor der Anstieg beginnt. Beim erst Versuch hier Schwung mitzunehmen,  nahm ich wie mein Vordermann noch den weiten Weg zu Gunsten von festerem Untergrund. Keine gute Wahl, er stand fast vor mir…Nach 30 Metern hinauf war der Puls schon fast am Anschlag, irgendwie jetzt da hoch. Glücklich oben ging es mit fast 50 Klamotten in die rasante Abfahrt. Geil, Entschädigung für alles…Dann aus den Pedalen springen und -das war neu für mich- zwischen den beiden liegenden Stämmen das Rad für ca. 30m rennend führen. Die zweite Runde lief ähnlich, nur dieses Mal der Versuch den kurzen Weg an der Haarnadel zu nehmen. Der lose Untergrund war nicht schön, aber so ging es mit deutlich mehr Schwung aus der Kurve hinauf. Kurz vor der Abfahrt schossen zwei Crosser an mir vorbei. In der Abfahrt überholte ich gewagt abseits der Spur den Hinteren und konnte Ihn bis zum Bäumchen- Parcours auf Distanz halten. Während der „Lauf Passage“ zog er neben mich und kam eine Sekunde schneller aufs Rad. Die 5m zu fahren brach mir fast das Genick, Puls 175…Aber ich wollte den Windschatten auf der langen geraden. Geschafft, im Crosser-Sog schön klein gemacht , Lenker neben dem Vorbau gegriffen und in der „Aeroposition“ hinterher, rasend durch den Wald und noch Kraft für den Anstieg gespart. Nun wusste ich an der Spitzkehre zum Anstieg Bescheid. Schön innen durchgestochen und den nun Verfolger erst wieder an den künstlichen Hindernissen passieren lassen nur mit umgekehrten Vorzeichen. Jetzt war ich nach den Stämmen vorn und konnte mich entspannt, soweit das beim Rennen möglich ist, hinter Ihm einsortieren. Die Frage oben kann ich in sofern bejahen, mithalten im Windschatten geht ;-). Das gleiche Spiel am Berg, wieder innen durch und dieses mal Streckenweise im Wiegetritt mit nur 60 Umdrehungen hoch. Gerade letzte Woche gab mir das der TP beim Zwiften vor, schön immer 1min mit 60 und 2min mit 100 kurbeln bei gleicher Leistung anliegend. Das zahlte sich jetzt aus. Meinen Verfolger konnte ich bis in die Wechselzone hinter mir halten. Jetzt die klammen Füße in die Laufschuh gezwängt und viel zu schnell in den abschließenden 3km Lauf gestartet. Jetzt Mann gegen Mann, ohne ungleich scharfe Waffen (MTB vs.Cross) musste die Entscheidung des kleinen Duells her. In Gedanken an Cottbus Liga 2013 versuchte ich maximal weiter zu laufen ohne Schmulen nach hinten. Atmen war es nicht mehr, eher Keuchen, die Arme schön durchziehend, versuchte ich trotz der Hatz weiter sauber zu Laufen. Von hinten kam niemand. Von vorn kam Ralf, der schon auf dem Rückweg des Wendekurses war. Wir klatschten einander ab und ich war dankbar für die kurze Ablenkung und dachte, man ist der schnell heute oder doch ich langsam…wie Schatti später meinte 🙁  Einige andere bekannte Rückläufer noch gegrüßt, bevor ich selbst einer wurde. Gewendet und endlich die Lage hinter mir im Blick und schnell analysiert. 50m war der nächst Verfolger weg, oh je. Ich hörte ihn quasi den ganzen Rückweg, und wart veranlasst, dass letzte aus meinen Beinen raus zupresste. Puls schon 10 Schläge über der anaeroben Schwelle. Risiko, platze ich noch vor dem Ziel?! Leider kein bekannten Schlachtenbummler auf den letzten 300 Metern bis zur Schluß-Zeitnahme-Matte. Das hätte jetzt noch einmal geholfen und den Schmerz gelindert. Geschafft ohne Platzen. Absolvierte Intervalle auf der Bahn könne also auch im Wald hilfreich sein.Nach 10 Minuten im Ziel war alles gut. Mein Gehirn bekam wieder genug Sauerstoff und wollte Ergebnisse. Ganz oben stand mein Name auf dem zweiten A4 Blatt, welches gerade, quasi mir vor die Nase gehängt wurde. Hoffnung erfüllt, Platz 1 in der AK. Freude.Es schein ein gutes Omen zu sein, wenn ich einen Startplatz erbe. 2018 beim KondiusMan hatte ich auch Glück mit dem Startplatz von Florian, danke Euch noch einmal.Nun wäre es toll, wenn sich ein nicht interessierter bei der Mountain Challenge anmelden würde…   ;-)Apropos Mountain Challenge. Dort gibt es wieder Cup-Punkte. Also Leute meldet und vertretet den TVB. Wenn je mindesten drei Frauen und drei Männer mit Startpass am 10. März ins Ziel kommen gibt es Punkte
Herzliche Grüße Thoralf